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Medikamentöse Therapie
Leberzirrhose

Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach den verschiedenen Ursachen der Leberzirrhose.

Folgende Medikamente – 1. Ordnung (Hauptindikation) – werden eingesetzt

  • Colchicin
  • Glukokortiokoide

Colchicin

Colchicin ist ein Medikament, welches überwiegend in der Therapie der Gicht eingesetzt wird. Dabei wirkt es sehr effektiv, wird jedoch wegen seiner Toxizität nur noch selten eingesetzt. Es ist ein so genanntes "Mitosespindelgift", das heißt, es hemmt die Zellteilung dadurch, dass es sich an bestimmte Faktoren bindet.
Bei der Leberzirrhose wird es eingesetzt, um das Fortschreiten des Gewebeumbaus zu bremsen.

Glukokortikoide

Glukokortikoide sind Medikamente gegen Entzündungen. Außerdem werden sie bei überaktivem Immunsystem – beispielsweise bei allergischen Reaktionen – eingesetzt. Sie können bei oraler Langzeittherapie (also Einnahme von Tabletten) zu Osteoporose-bedingten Frakturen (Knochenbrüchen) führen und dadurch zu Rückenschmerzen (drei Monate oder länger systemische Glukokortikoidtherapie erhöht das Osteoporoserisiko um 30-50 Prozent).


     
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