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Risikofaktoren
Gallensteine - Cholelithiasis

Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren

  • Geschlecht – Frauen sind häufiger betroffen als Männer
  • Alter – Gallensteine nehmen im Alter zu, insbesondere nach dem 40. Lebensjahr
  • Vererbung – Gallensteine in der Familie
  • Herkunft – das Vorkommen von Gallensteinen ist bei nordamerikanischen und chilenischen Indianern sowie bei iberostämmigen Chilenen am höchsten, bei Nordamerikanern und Europäern hoch, während es bei Asiaten und Japanern selten ist
  • Anatomische Gallengangsanomalien – angeborene Veränderungen der Gallenwege
  • Schwangerschaft – erhöhte Cholesterinausscheidung durch Östrogenabbau

Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren

  • Zu fettreiche Ernährung
  • Mangelnde sportliche Aktivität – kann zu Übergewicht führen
  • Zu schnelle Gewichtsreduktion (Gewichtsabnahme) z. B. durch Fasten – kann ebenfalls über die Mobilisation von Gewebscholesterin zu Gallensteinen führen. Etwa 10 bis 20 % dieser Personen entwickeln Gallensteine
  • Gewichtsschwankungen – normalgewichtige Männer, deren Gewicht stark schwankt, haben ein erhöhtes Risiko, ein symptomatisches Gallensteinleiden zu bekommen [1]

Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen

  • Adipositas (Übergewicht)
  • Diabetes mellitus
  • Schwere Lebererkrankungen wie beispielsweise alkoholische Leberzirrhose, primäre biliäre Zirrhose, chronische intrahepatische Cholestase (Gallestau)
  • Parasitäre Erkrankungen der Gallenwege – häufiger in Asien als in Deutschland, führt zu Pigmentsteinen
  • Chronische Hämolyse – Auflösung von roten Blutkörperchen, die zu Abbauprodukten führt – ebenfalls Pigmentsteine
  • Erkrankungen des Ileums – „Krummdarm“, Teil des Dünndarms –, welche zu einem gestörten enterohepatischen Kreislauf führen, z. B. Enteritis, Morbus Crohn

Labordiagnosen – Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten

Medikamente

  • Östrogene – z. B. Anti-Baby-Pille, Hormonpräparate
  • Weiterhin Ceftriaxon, Cholestyramin, Clofibrat, Octreotid, Ciclosporin A

Operationen

  • Dünndarmresektion (Ileum) – Gallesalze werden dann nur eingeschränkt aufgenommen

Sonstige Risikofaktoren

  • Künstliche Ernährung


Literatur

  1. Tsai CJ, Leitzmann MF, Willett WC, Giovannucci EL.
    Weight cycling and risk of gallstone disease in men.
    Arch Intern Med. 2006 Nov 27;166(21):2369-74.

 

     
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