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Medikamentöse Therapie
Bauchspeicheldrüsenentzündung - Pankreatitis
Bei den meisten Patienten (85 bis 90 %) ist die akute Pankreatitis eine selbstlimitierende Erkrankung und klingt innerhalb von drei bis sieben Tagen nach Behandlungsbeginn ab. Eine kausale (ursächliche) Therapie gibt es nicht, es werden vorrangig die Symptome behandelt.
Bei einer nekrotisierenden Pankreatitis ist jedoch immer eine Intensivtherapie erforderlich!

Zur Beherrschung der Schmerzen sollten Analgetika – Schmerzmittel – intravenös gegeben werden. Bei geringen Beschwerden kann Paracetamol, bei starken Schmerzen Tramadol, Procainhydrochlorid, Buprenorphin oder Pethidin eingesetzt werden. Morphin ist kontraindiziert, da es zu einer Druckerhöhung am Sphincter oddi – Schließmuskel am Übergang des Pankreasganges in den Zwölffingerdarm – führen kann.

Bei schwerer Pankreatitis ist zur Stressulkusprophylaxe eine Säureblockade indiziert, z. B. über Protonenpumpeninhibitor bzw. H2-Blocker.

Antibiotika sollten bei infizierten Nekrosen oder Pseudozysten, Abszessen sowie Cholangitis, bei schweren Verlaufsformen und bei nekrotisierender Pankreatitis eingesetzt werden. Folgende Antibiotika werden empfohlen: Imipenem, Vancomycin, Ciprofloxacin und Metronidazol.

Bei Hinweisen auf Maldigestion (Verdauungsstörungen) bei chronischer Pankreatitis sind Pankreasenzympräparate indiziert.


     
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