Fluorid

Bei den Fluoriden handelt es sich um ein Element aus der Gruppe der Halogene, welches als Spurenelement im Körper vorkommt. Es wird vor allem im Knochen oder im Zahnschmelz gespeichert. Dort sorgt es dann für die Festigkeit des Knochens bzw. Zahns.

Die Resorptionsquote liegt bei oraler Aufnahme bei circa 90 %. Die Ausscheidung erfolgt ausschließlich renal (über die Niere).
Fluoride werden in der Therapie der Osteoporose eingesetzt. Fluoride stimulieren dabei die Osteoblastenaktivität (Knochen aufbauende Zellen),
wodurch wiederum Calcium in die Knochen eingebaut wird.
Des Weiteren wird Fluorid
als Kariesprophylaxe und bei Säuglingen zur Rachitis-Prophylaxe eingesetzt.

Der tägliche Bedarf liegt bei 0,25-0,35 mg. Fluoride sind vor allem in schwarzem und grünen Tee, aber auch in Meeresfisch und Spargel enthalten.

Wenn Fluoride überdosiert werden, unterscheidet man eine akute von einer chronischen Vergiftung.

Bei der akuten Fluorid-Vergiftung können folgende Symptome auftreten:

  • Gastroenterokolitis – Entzündung des Magen-Darm-Traktes
  • Alveolitis nach Lederspray!
  • Krämpfe
  • Sehstörungen

Bei chronischer Fluorid-Vergiftung (Fluorose) kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Alopecia (Haarausfall)
  • Osteomalazie (Knochenerweichung)
  • Osteoporose
  • Osteosklerose – Zunahme der Knochenhärte; dadurch bedingt ist auch eine Verminderung der Belastbarkeit des Knochens

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • Blutserum
  • Urin

Vorbereitung des Patienten

  • Nicht nötig

Störfaktoren

  • Nicht bekannt

Normwerte

Blutserum 0,2-0,9 mg/l
Urin < 30 ng/ml
Therapeutisch: 80-200 ng/ml

Biologischer Arbeitsplatz-Toleranzwert (BAT): 7 mg/g Kreatinin

Indikationen

  • Verdacht auf Fluoridvergiftung
  • Osteoporose-Therapie (4 Monate nach Beginn der Therapie ist eine  Bestimmung des Fluorids erforderlich; anschließend weitere Kontrollen in Abständen von 4 Monaten)

Interpretation

Interpretation erniedrigter Werte

  • Nicht krankheitsrelevant

Interpretation erhöhter Werte

  • Berufliche Exposition (Anerkennung als Berufserkrankung!)
    • Aluminiumgewinnung, Düngemittelherstellung, Farbenindustrie, Galvanisierbetriebe, Glasindustrie, Kälte- und Treibmittelherstellung, Kunststoffindustrie, Metallindustrie, Petroleumindustrie, Pharmaindustrie
  • Aufnahme von Holzschutzmitteln, Insektiziden
  • Überdosierung in der Therapie

     
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