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Dehydroepiandrosteron (DHEA)

Beim Dehydroepiandrosteron (DHEA; spezifischer 5,6-Didehydroepiandrosteron, auch bekannt als Androstenolon oder Androst-5-en-3β-ol-17-on, sowie Prasteron) handelt es sich um ein schwaches männliches Sexualhormon (Steroidhormon), welches in der Nebennierenrinde (Zona reticularis) gebildet wird.

Die Bildung von DHEA wird hier durch das adrenocorticotrope Hormon (ACTH), welches von der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) ausgeschüttet wird, stimuliert.

Bei Frauen wird DHEA zusätzlich (20-30 %) in den Ovarien (Eierstöcken) synthetisiert und circa 10 % wird durch periphere Konversion gebildet.

Des Weiteren entsteht DHEA in geringeren Mengen in Gliazellen (Stützgewebe des Nervensystems) im Gehirn und Hoden.

Es wird wie die anderen Sexualhormone aus Cholesterin synthetisiert.
Das DHEA unterliegt – analog zu Cortisol – einer zirkadianen Rhythmik.

Für Frauen ist das DHEA ein essentieller Baustein der Androgensynthese (Testosteron). 

Es sollte zu diagnostischen Zwecken DHEA-S bestimmt werden, da es ebenso aussagekräftig ist, gleichzeitig jedoch geringeren Schwankungen unterliegt.

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • Blutserum

Vorbereitung des Patienten

  • Keine Vorbereitung nötig

Störfaktoren

  • Keine bekannt

Normwerte

Alter Normwerte in ng/ml
1.-5. Lebensjahr (LJ) 0,2-0,7
6.-8. LJ 0,14-1,58
8.-10. LJ 0,08-2,2
10.-12. LJ 0,22-2,54
12.-14. LJ 0,46-5,44
14.-16. LJ 0,42-9,31
Erwachsene Frauen 1,0-8,0 
Erwachsene Männer 1,5-9,0

Indikationen

  • Nebenniereninsuffizienz (inklusive Adrenopause)
  • Adrenogenitales Syndrom (AGS) – autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselkrankheit, die durch Störungen der Hormonsynthese in der Nebennierenrinde gekennzeichnet sind. Diese Störungen führen zu einem Mangel an Aldosteron und Cortisol.
  • Hirsutismus – männlicher Behaarungstyp
  • Virilisierung der Frau – Vermännlichung, die unter anderem mit Bartwuchs, Haarausfall und Vertiefung der Stimme einhergeht
  • Verdacht auf androgen-bedingte Ovarialinsuffizienz
  • Nebennierenrinden-Tumoren

Interpretation

Interpretation erhöhter Werte bei Frauen

  • Adrenogenitales Syndrom (AGS)
  • Genetisch bedingte Defekte in der Steroidbiosynthese
  • Hirsutismus
  • Nebennierenrindenhyperplasie – Vergrößerung der Nebennierenrinde
  • Nebennierenrindentumoren
  • Virilisierung

Interpretation erhöhter Werte bei Männern

  • Adrenogenitales Syndrom (AGS) – Erkrankung, die durch eine Störung in der Synthese der Steroide bedingt ist
  • Genetisch bedingte Defekte in der Steroidbiosynthese
  • Nebennierenrindenhyperplasien
  • Nebennierenrindentumoren

Interpretation erniedrigter Werte

  • Nebenniereninsuffizienz (inklusive Adrenopause)

Weitere Hinweise

  • Bei Personen mit Nebennierenrindeninsuffizienz kann eine Therapie mit DHEA positive Effekte auf die Lebensqualität zeigen

     
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