Das Blutzucker-Tagesprofil wird zum Nachweis einer gestörten Glukoseverwertung und in der Diagnostik des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) verwendet. Es werden drei Blutzuckerbestimmungen im Laufe eines Tages vorgenommen.
Vorgehen
- Die erste Blutprobe wird morgens um 8 Uhr abgenommen; dazu muss der Patient nüchtern sein, das heißt, dass er mindestens acht Stunden vorher nicht gegessen haben darf
- Die zweite und dritte Blutprobe wird um 12 und 16 Uhr durchgeführt
Man unterscheidet zwei Messmethoden
- Enzymatische Messmethode – wird im Labor mit verschiedenen Zusätzen durchgeführt
- Reflektometrische Messmethode – diese Methode wird in der Selbstkontrolle oder in der Notfallmedizin mittels Blutentnahme aus dem Ohrläppchen oder der Fingerspitze durchgeführt
- Für die Bestimmung der Werte wird Blutplasma/ Bluserum oder Vollblut benötigt
Beide Methoden sind sehr genau.
Bewertung des Nüchternwertes
| Plasma/Serum | Vollblut | Bewertung |
| 70-115 mg/dl | 55-100 mg/dl | Normwert |
| 115-140 mg/dl | 100-120 mg/dl | Grenzwertig |
| > 140 mg/dl | > 120 mg/dl | Diabetisch |
Bewertung der Werte von 12 und 16 Uhr
| Plasma/Serum | Vollbild | Bewertung |
| < 130 mg/dl | < 130 mg/dl | Normwert |
| 130-179 mg/dl | 130-179 mg/dl | Grenzwertig |
| ≥ 180 mg/dl | ≥ 180 mg/dl | Diabetisch |
Bei grenzwertigen oder diabetischen Werten wird eine weitere Diabetes-Diagnostik durchgeführt, um einen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) auszuschließen. Dazu gehören ein oraler Glukose-Toleranz-Test (oGTT) und die Bestimmung der HbA1c (Langzeitzuckerwert).













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