Beim INR-Wert
(International Normalized Ratio)
handelt es sich um einen Laborparameter, der die Blutgerinnung beschreibt.
Bei
der Blutgerinnung spielen einige Faktoren eine Rolle, die abhängig von Vitamin K
sind. Durch verschiedene Medikamente wie Phenprocoumon wird der Aufbau dieser
Faktoren gehemmt.
Aus diesem Grunde sollten Personen, die mit
gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden, auf eine übermäßige Vitamin
K-Zufuhr verzichten.
Vitamin K ist in folgenden Nahrungsmitteln verstärkt enthalten
- Kohlgemüse
- Gemüse wie Spinat
- Salat
Um den INR-Wert zu bestimmen, wird bei der Blutuntersuchung die Zeit gemessen, die das Blut braucht, um zu gerinnen (sogenannte Thormboplastinzeit oder TPZ).
Der INR ist neben der Bestimmung des Quick-Wertes die zweite Möglichkeit, die TPZ auszudrücken. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zum Quick-Wert um einen normierten Wert. Er ist also sicherer im Gebrauch und international vergleichbar.
Indikation
Der Wert muss bestimmt werden im Rahmen einer präoperativen Diagnostik, vor verschiedenen diagnostischen Eingriffen oder unter der Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten wie Phenprocoumon. Weiterhin wird der Wert bestimmt, um zwischen verschiedenen Gerinnungsstörungen unterscheiden zu können oder den Verlauf von Leberschäden beurteilen zu können.
Vorgehen
Für die Bestimmung von Blutgerinnungswerte müssen keine besonderen Vorbereitungen getroffen werden.
Auswertung der gemessenen Werte
INR
| Wert | Bedeutung |
| 0,9-1,15 | Normale Blutgerinnung |
| 2,0-4,5 | Therapeutischer Bereich in der Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten |
Der therapeutische Bereich wird bei folgenden Erkrankungen angestrebt
- Bei Herzrhythmusstörungen (INR zwischen 2-3)
- Bei mechanischem Herzklappenersatz (hier wird der INR bis auf Werte von 3,0-4,5 am weitesten angehoben)
- Beinvenenthrombose – Bildung eines Blutpfropfes mit Verschluss eines Gefäßes (INR zwischen 2-3)
- Lungenembolie – Loslösung eines Blutpfropfes aus dem Bein mit Verschluss von Lungengefäßen (INR zwischen 2-3)
Ursachen für einen erhöhten INR
- Leberschäden
- Gerinnungsstörungen
- Genetische Störungen
- Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten
Ein erniedrigter INR-Wert hat keine pathologische Bedeutung. Diese Werte können durch die Einnahme verschiedener Medikamente wie Antibiotika – Medikamente gegen bakterielle Infektionen – auftreten.












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