Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren
- Alter – je höher das Alter, desto höher das Risiko
- Genetische Belastungen
- Bei Geschwistern oder Töchtern von Frauen mit Mammakarzinom sowie
- Mutationen im BRCA1- oder BRCA2-Gen liegt ein 2 bis 9fach erhöhtes Risiko vor, ebenfalls zu erkranken [2]!
- Überexpression des HER2-neu-Onkogens auf dem Chromosom 17 sowie benachbarter Regionen auf dem gleichen Chromosom
- Frauen mit einer Mutation in der Erbanalage BRIP1 haben laut einer britischen Studie ein doppelt so hohes Risiko [3] - Hormonelle Faktoren
Die Anzahl der Jahre im Leben einer Frau, in denen sie unter dem Einfluss von Östrogenen und Gestagenen steht, insbesondere die Jahre vor der ersten ausgetragenen Schwangerschaft, sind von entscheidender Bedeutung für das Entstehungsrisiko einer Brustkrebserkrankung! - Frühe Menarche (erste Regelblutung) – so ist das Brustkrebsrisiko für Frauen, die bereits mit 12 Jahren ihre erste Regelblutung hatten, um 50 bis 60 % im Vergleich zu den Frauen erhöht, die erst mit 16 Jahren ihre erste Regelblutung hatten
- Späte Menopause
- Hohe Dichte des Drüsenkörpers
- Hohe Knochendichte
- Brustkrebserkrankung der anderen Brust – 2-10-fach erhöhtes Risiko [2]
- Fettreiche Ernährung mit hohem Fleischkonsum
- Adipositas – Übergewicht – 2-3fach erhöhtes Risiko [2]
- Alkohol – (mehr als 15 g pro Tag) und Tabakkonsum
- Späte erste Gravidität (Schwangerschaft) – nach dem 30. Lebensjahr – circa 3fach erhöhtes Risiko [2]
- Kinderlosigkeit – 1,5-2,3fach erhöhtes Risiko [2]
- Kurze Stillzeit – je kürzer die Stillzeit, desto höher das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Dieses ergab eine Metastudie [1]
- Mastopathie – häufigste Brusterkrankung zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr, geht mit zystischen beziehungsweise fein- oder grobknotigen Veränderungen des Brustgewebes einher. Als Ursache wird ein Hyperöstrogenismus – Überschuss des Hormons Östrogen – angenommen.
Eine geeignete diagnostische Methode ist beispielsweise die Mamma-Sonographie – Ultraschall der Brustdrüse. Das Brustkrebsrisiko ist bei der Mastopathie circa um den Faktor 2 erhöht [2]
Medikamente
- Östrogenbehandlung – z.B. Hormonersatztherapie über mehr als fünf Jahre
- Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft erhöht die Einnahme der Pille zur Empfängnisverhütung das Risiko an Brustkrebs zu erkranken – noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht – nur um den Faktor 1,2 bis 1,5 bei einer Einnahme von mehr als fünf Jahren [2]
- Exposition gegenüber ionisierender Strahlung
Literatur
- Collaborative Group on Hormonal Factors in Breast Cancer. Breast cancer and breastfeeding: collaborative reanalysis of individual data from 47 epidemiological studies in 30 countries, including 50302 women with breast cancer and 96973 women without the disease. Lancet 2002 (20. Juli); 360: 187-95
- Stauber und Weyerstahl
Gynäkologie und Geburtshilfe
Thieme/MLP Verlag 2005 - Sheila Seal, Deborah Thompson, Anthony Renwick, Anna Elliott et al.
Truncating mutations in the Fanconi anemia J gene BRIP1 are low-penetrance breast cancer susceptibility alleles.
Nature Genetics (08 Oct 2006) (ePub)












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