Einleitung
Repititive-Strain-Injury-Syndrom (Mausarm)

Das Repetitive-Strain-Injury-Syndrom (RSI-Syndrom) (Synonyme: Repetitive Stress Injury; Cumulative Trauma Disorder (CTD); Occupational Overuse Syndrome (OOS); Sekretärinnenkrankheit; ICD-10 M70.8: Sonstige Krankheiten des Weichteilgewebes durch Beanspruchung, Überbeanspruchung und Druck) fasst Beschwerden in den Armen zusammen, die aufgrund von repititiven (sich wiederholenden), gleichförmigen Bewegungsabläufen entstehen. Es kommt also zu einer chronischen Über- und Fehlbelastung, meist eines Armes. Mit betroffen sind häufig auch Schultern und Nacken. Die Symptome können den Muskeln, Sehnen, Bändern oder auch Nerven zugeordnet werden.
Umgangssprachlich wird das RSI-Syndrom als Mausarm bezeichnet, weil eine häufige Ursache das tägliche Bedienen der Computermaus sowie der Tastatur ist.

Das RSI-Syndrom tritt sehr häufig auf. Ca. 60 % der Personen, die mehr als drei Stunden pro Tag am Computer tätig sind, klagen über unspezifische Beschwerden in den oberen Extremitäten. Genauere Zahlen zur Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) existieren bislang nicht.

Verlauf und Prognose: Je früher die ersten Anzeichen eines Repetitive-Strain-Injury-Syndrom richtig gedeutet werden, desto eher kann der Betroffenen durch entsprechende Verhaltensmodifikation Einfluss nehmen. Das Syndrom beginnt langsam und unbemerkt. Zunächst macht es sich durch ein gelegentliches Ziehen oder Kribbeln z. B. im Finger bemerkbar. Im fortgeschrittenen Stadium führen dann schon geringe, sich wiederholende Bewegungen im Alltag, z. B. Bügeln, Lenkbewegungen beim Autofahren, zu Schmerzen. Letztlich können die Beschwerden auch in Ruhe auftreten.
Die Beschwerden eines RSI-Syndroms sind sehr unterschiedlich, was die Diagnosestellung häufig erschwert.

Nur durch eine länger anhaltende Unterbrechung der auslösenden Bewegungen, in der Regel von mehreren Wochen, klingt das RSI-Syndrom wieder ab. Allerdings tritt es häufig nach Wiederaufnahme der Tätigkeit erneut auf. Langfristig muss der Betroffene die Bedingungen am Arbeitsplatz ändern (lassen), ebenso sein Bewegungsmuster. Nur so kann eine Chronifizierung verhindert werden.

In den USA, Australien und Kanada ist das Repetitive-Strain-Injury-Syndrom bereits als Berufskrankheit anerkannt.


     
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