Differentialdiagnosen
Knochenschmerzen

Blut, blutbildende Organe – Immunsystem (D50-D90)

  • Eosinophile Granulomatose Auftreten von Granulozyten als Raumforderung im Knochen; tritt im Kindesalter auf; röntgenologisch ist die rasch fortschreitende Osteolyse (Knochenschwund; Knochenauflösung) charakteristisch. Die Herde sind im Schädeldach meistens ohne reaktive Randzonen, in den Extremitäten, wo sie in den Diaphysen (Knochenschaft; die Röhrenknochen bestehen aus zwei Knochenenden (Epiphysen) und einem Knochenschaft (Diaphyse) – der Abschnitt zwischen Epi- und Diaphyse heißt Metaphyse) liegen, oval.
  • Gerinnungsstörungen*

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)

  • Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion)
  • Morbus Gaucher – genetische Erkrankung mit autosomal-rezessivem Erbgang; Lipidspeicherkrankheit durch den Defekt des Enzyms Beta-Glukozerebrosidase, die zu einer Speicherung von Cerebrosiden vor allem in der Milz und den markhaltigen Knochen führt

Muskel-Skelett-System und Bindegewebe (M00-M99)

  • Arthritis (Gelenkentzündung)
  • Coxitis fugax* – nichtinfektiöse Entzündung des Hüftgelenkes mit Spontanheilung
  • Degenerative Veränderungen
  • Dermatomyositis – zu den Kollagenosen zählende Erkrankung, die die Haut und die Muskulatur betrifft und vor allem mit diffusen Bewegungsschmerzen einhergeht
  • Diskushernie (Bandscheibenvorfall)
  • Epiphysiolysis (Epiphysenlösung) – Form des Knochenbruchs bei Kindern und Jugendlichen
  • Hereditäre hypophosphatämische Rachitis – Skelettveränderungen, die durch eine Störung im Vitamin-D-Stoffwechsel bedingt ist
  • Infektiöse Arthropathie* (Gelenkerkrankung)
  • Knochendysplasie (Knochenfehlbildung) wie das Jaffé-Lichtenstein-Syndrom (Form der fibrösen Dysplasie), die McCune-Albright-Krankheit oder die Fibrodysplasia ossificans progressiva
  • Knochenfraktur (Knochenbruch)
  • Knochenmetastasen (ossäre Metastasen) (Wahrscheinlichkeit von Skelettmetastasen)
    • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) (30-50 %)
    • Cervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) (selten)
    • Endometriumkarzinom (Gebärmutterschleimhautkrebs) (selten)
    • Harnblasenkarzinom (Blasenkrebs) (30-50 %)
    • Hodenkarzinom (Hodenkrebs)
    • Kolonkarzinom (Darmkrebs) (10-30 %)
    • Leberzellkarzinom (8 %)
    • Mammakarzinom (Brustkrebs) (> 50 %)
    • Nierenzellkarzinom (Nierenkrebs) (30-50 %)
    • Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs)
    • Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) (2-8 %)
    • Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) (5-10 %)
    • Prostatakarzinom (Vorsteherdrüsenkrebs) (> 50 %)
    • Schilddrüsenkarzinom ((Schilddrüsenkrebs) (40 %)
  • Knochenzyste – Hohlraum im Knochen
  • Morbus Perthes* – aseptische Knochennekrose des Caput femoris (Hüftkopf; Oberschenkelkopf)
  • Osteochondrose – degenerative Veränderungen an Knochen/Knorpel
  • Osteomyelitis* (Knochenmarkentzündung)
  • Osteopetrose (Marmorknochenkrankheit)
  • Osteoporose
  • Rheumatoide Arthritis*
  • Spondylolisthesis (Wirbelgleiten)
  • Verletzung* (Trauma)
  • Wachstumsschmerzen – ca. ein Drittel aller Kinder zwischen 2 und 12 Jahren leidet gelegentlich unter Wachstumschmerzen; meist abends oder nachts auftretende und kurzzeitig brennende, ziehende oder klopfende Schmerzen in beiden Beinen oder Armen; typische Lokalisationen sind Vorderseiten der Oberschenkel, Kniekehlen, Schienbeinen oder Waden; Gelenke sind nicht betroffen; am nächsten Morgen kann sich das Kind nach den nächtlichen Beschwerden uneingeschränkt schmerzfrei bewegen; bei Wachstumsschmerzen handelt es sich um Ruheschmerzen und nicht um Belastungsschmerzen [Ausschlussdiagnose! abzuklären sind u. a. mit * markierte Krankheiten]

Neubildungen – Tumorerkrankungen (C00-D48)

  • Cervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)
  • Knochenmarkkarzinose
  • Knochenmetastasen (s. o.)
  • Langerhanszellhistiozytose – Gruppe verschieden verlaufender Systemerkrankungen, die zu einer Proliferation der Langhans-Zellen führen
  • Leukämien (Blutkrebs) z. B. akute lympathische Leukämie (ALL), akute myeloische Leukämie (AML), chronische myeloische Leukämie (CML)
  • Mastozytose – zwei Hauptformen: kutane Mastozytose (Hautmastozytose) und systemische Mastozytose (Mastozytose des gesamten Körpers); klinisches Bild der kutanen Mastozytose: gelblich-braune Flecken mit unterschiedlicher Größe (Urticaria pigmentosa); bei der systemischen Mastozytose treten zudem episodisch gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden), (Nausea (Übelkeit), brennende Abdominalschmerzen und Diarrhoe (Durchfall)), Ulkuskrankheit sowie gastrointestinale Blutungen (Magen-Darmblutungen) und Malabsorption (Störung der Nahrungsresorption) auf; bei der systemischen Mastozytose kommt es zu einer Anhäufung von Mastzellen (Zelltyp, der u. a. an allergischen Reaktionen beteiligt ist) im Knochenmark, wo sie gebildet werden, sowie zur Anhäufung in der Haut, den Knochen, der Leber, der Milz und dem Gastro-Intestinal-Trakt (GIT; Magen-Darm-Trakt); Mastozytose ist nicht heilbar; Verlauf in der Regel benigne (gutartig) und Lebenserwartung normal; extrem selten entarten Mastzellen (= Mastzellleukämie (Blutkrebs))
  • Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) – unter diesem Sammelbegriff werden alle malignen (bösartigen) Erkrankungen des lymphatischen Systems (maligne Lymphome) zusammengefasst, die kein Morbus Hodgkin sind
  • Plasmozytom (multiples Myelom) – bösartige Tumorerkrankung aus der Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome; der Ursprung liegt wie bei allen Lymphomen im lymphatischen Gewebe
  • Tumoren des Knochens*, wie z. B.:
    • Ewing-Sarkom – überwiegend Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 18 Jahren; Lokalisationen: überwiegend Humerus (Oberarmknochen), Rippen, Femur (Oberschenkelknochen) und Fibula (Wadenbeinknochen)
    • Osteosarkom – überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene (60 % unter 25 Jahren); Lokalisationen: überwiegend metaphysär in den langen Röhrenknochen; metaphysär bedeutet im Knochenabschnitt zwischen Diaphyse (Knochenschaft) und Epiphyse (Enden des Röhrenknochens) befindlich
    • Osteid-Osteom
    • ossifizierende Osteofibrom

Medikamente

  • Antimon-Präparate
  • Chelatbildner (Deferasirox, Deferoxamin)
  • Fluoride (Fluor)
  • Hormone
    • Aromatasehemmer (Anastrozol, Testolacton)
    • GNRH-Analoga (Leuprorelin
    • LHRH-Agonisten (Goserelin)
    • STH (Synonyme: Somatotropes Hormon (STH), Somatotropin; z. B. Wachstumshormon-Substitutionstherapie)
  • Interferon (Alpha-Interferon)
  • Monoklonale Antikörper (Trastuzumab)
  • Opioidrezeptorantagonisten (Naltrexon)
  • Protonenpumpenhemmer (Esomeprazol, Lansoprazol, Omeprazol, Pantoprazol, Rabeprazol)
  • Retinoide – zur Therapie bei Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Zytostatika
    • Alkylanzien (Temozolomid)
    • Antimetabolite (Methotrexat (MTX))
     
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