Bei einer Insemination wird zum Zeitpunkt der Ovulation (Einsprung) im Regelfall nach einer Follikelreifungstherapie (Hormontherapie), das vorher speziell aufbereitete Sperma – nach Spermapräparation - welches danach im Wesentlichen nur noch aus funktionsfähigen Spermien besteht – mit Hilfe eines dünnen Katheters direkt in die Gebärmutterhöhle – intrauterine Insemination (IUI) genannt – oder in den Eileiter – intratubare Insemination (ITI) genannt – eingebracht.
Es wird dabei entweder das Sperma des Partners – homologe Insemination – oder, wenn der Partner nachweislich sicher unfruchtbar ist, das eines Spenders – heterologe Insemination – verwendet. Im Falle der Verwendung von Spendersperma wird auch von einer Fremdbefruchtung gesprochen.
Voraussetzungen für die Verwendung der Methode: Funktionsfähige, das heißt unauffällige Eileiter (Tuben) beidseits.
Eine Insemination ist angezeigt bei
- Gestörter Interaktion zwischen Spermien und Zervikalmukus – Störung des Spermientransportes, beispielsweise vorhandene Antikörper gegen Samenzellen, verminderter Zervikalmukus (Schleimbildung im Gebärmutterhals).
- Männern mit leicht bis mäßig eingeschränkten Samenzellqualitäten: geringe Samenzellzahl, verminderte Spermienmotilität oder abnormer Form der Samenzellen.
- Problemen der Potenz
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Ejakulationsstörungen
Ein Beispiel dafür ist die retrograde Ejakulation, eine Störung bei der das Sperma rückwärts in die Blase statt nach außen ausgestoßen wird. Diese Störung ist unter anderem anzutreffen bei Männern mit Diabetes mellitus, bei Patienten nach Verletzungen oder Operation im Bereich des so genannten Blasenhalses sowie bei Patienten, die an einer Paraplegie leiden. Des Weiteren kann diese Störung aber auch durch bestimmte Medikamente bedingt sein.
In Fällen einer retrograden Ejakulation können die Samenzellen aus dem Urin für eine Insemination isoliert werden. - Verwendung von Kryo-Sperma, das heißt von tiefgefrorenem Sperma. Dieser Sachverhalt liegt vor bei Männern, deren Sperma vor einer Sterilisation, einer Hodenoperation oder einer Krebsbehandlung (Röntgentherapie/Chemotherapie) tiefgefroren wurde.
Bitte beachten Sie!
Vor dem Beginn therapeutischer Maßnahmen müssen Sie in jedem Fall – soweit möglich – Ihre individuellen Risikofaktoren reduzieren!












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