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In-vitro-Fertilisation (IVF) – Künstliche Befruchtung

Bei einer In-vitro-Fertilisation werden der Frau, nach vorangegangener Follikelreifungstherapie (Hormontherapie), die zur Reifung mehrerer Eizellen führen soll, die Eizellen unter Ultraschallsicht – per Vaginalsonographie – aus den Eierstöcken (Ovarien) durch eine Punktion durch die Scheidenwand entnommen. Die Eizellentnahme wird auch als Follikelpunktion bezeichnet. Die Dauer beträgt circa 5-10 Minuten.
Die Eizellen werden anschließend außerhalb des Körpers mit den zuvor aufbereiteten Spermien – nach Spermapräparation – in einem Inkubationssystem – auch Retorte genannt – befruchtet.

 

Vorkernstadium
Nach circa 18 Stunden wird die Befruchtung der Eizellen kontrolliert. Eine befruchtete Eizelle erkennt man an den zwei Vorkernen, die dem genetischen Material von Spermium (Samenzelle) und Oocyte (Eizelle) entsprechen. Man spricht in diesem Stadium vom so genannten “Vorkernstadium”. Zu diesem Zeitpunkt werden die Eizellen ausgesucht, die später in die Gebärmutter zurückgegeben werden sollen. Nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz ist es nicht erlaubt, mehr als drei Embryonen weiter zu kultivieren oder zurückzugeben. Die anderen Eizellen werden deshalb entweder verworfen oder eingefroren.

Vierzeller
Etwas mehr als 48 Stunden nach der Eizell-Punktion werden die Embryonen üblicherweise in die Gebärmutterhöhle zurückgegeben (Transfer). Zu diesem Zeitpunkt haben sie sich bereits geteilt und liegen im 4-8-Zellstadium vor.

Im Falle des Blastozystentransfer werden die Embryonen zu einem späteren Zeitpunkt – zum Beispiel am 5. oder 6. Tag nach der Eizellentnahme – in die Gebärmutter zurückgegeben.

Voraussetzungen für die Verwendung der Methode: Der Zustand der Eileiter muss bekannt sein (Laparoskopie). Eine IVF-Behandlung ist nur dann angezeigt, wenn eine Schädigung der Tuben (Eileiter) nicht operativ behoben werden kann.

Eine In-vitro-Fertilisation ist angezeigt bei

  • Transportstörung der Eileiter (tubare Sterilität) – derzeit nur noch circa 50 % der Fälle!!!
  • Endometriose
  • Immunologisch bedingte Sterilität (Spermatozoen-Antikörper)
  • Idiopathische (=ungeklärte) Sterilität – Zustand nach erfolglosen Inseminationen

Bitte beachten Sie!
Vor dem Beginn therapeutischer Maßnahmen
müssen Sie in jedem Fall – soweit möglich – Ihre individuellen Risikofaktoren reduzieren!

     
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