Die Laboruntersuchungen dienen im ersten Schritt der Diagnostik beziehungsweise dem Ausschluss von Erkrankungen beziehungsweise hormonellen Störungen. Des Weiteren werden Laboruntersuchungen zum Ausschluss von Spermatozoen-Antikörper – Antikörper gegenüber Spermien (Samenzellen) – durchgeführt.
Weitere Laboruntersuchungen sind notwendig bei
Hormondiagnostik
Basisdiagnostik
- LH – Luteinisierendes Hormon
- FSH – Follikel-stimulierendes Hormon (obligat bei Störung der Spermatogenese)
- Testosteron
- 17-Beta-Östradiol (obligat bei Gynäkomastie)
- Prolaktin (obligat bei Libidostörungen und Gynäkomastie)
Diese Hormone geben Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Hoden beziehungsweise eine eventuell vorliegende Sterilität.
Latente/manifeste Hypothyreose
- TSH (obligat bei erhöhten Prolaktin-Serumspiegel)
- Ggf. ft4
- Ggf. TRH-TSH-Test (Schilddrüsenfunktionstest)
Immunologische Diagnostik
Folgende Antikörper werden bestimmt
- Auto-Antikörper gegen Spermienantigene* – finden sich in circa 1 von 10 Fällen bei Sterilität.
Hinweis!
Das Fehlen von Antikörpern im Serum schließt nicht aus, dass diese in Körpersekreten vorhanden sind. Deshalb ist auch stets das Zervixsekret und das Ejakulat nach Antikörpern zu untersuchen.
"Das Vorliegen von Spermienantigene bedeutet, das der Körper Antikörper gegen sich selbst, das heißt gegen seine eigenen Spermien bildet.
Diese Antikörper können zum Verklumpen der Spermien und zur Beeinträchtigung der Bewegungs- und Fortbewegungsfähigkeit der Spermien führen.
Bakteriologische und virologische Diagnostik
Als Screeningmaßnahme oder wegen Verdacht auf Prostatitis – Kulturen zum Keimnachweis von Bakterien, Myokoplasmen, Ureaplasmen und Viren (Chlamydien, Herpes genitalis, HPV) im Ejakulat (Samenzellflüssigkeit).
Mikrobiologie des Ejakulates – Bedingungen für eine antibiotische Therapie
- Eine positive Ejakulatkultur liegt vor bei: >103 Keime/ml (relevante Keimart)
- Eine Leukospermie liegt bei: >106 Leukozyten/ml












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