Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Medikamentöse Therapie
Masern (Morbilli)

Therapieziele

  • Linderung der Beschwerden
  • Vermeidung von Komplikationen

Therapieempfehlungen

  • Eine kausale (ursächliche) Therapie der Masern ist nicht möglich.
  • Je nach den führenden Symptomen und Komplikationen kann eine antipyretische (fiebersenkende) Medikation mit Paracetamol vorteilhaft sein.
  • Antibiose (Antibiotika) bei bakteriellen Superinfektionen (Zweitinfektion)
  • Bei Erwachsenen kann eine Therapie mit Ribavirin (Nukleosid-Analogon welches virostatisch/Wirkstoff, der die Vermehrung von Viren hemmt) erwogen werden (es liegen nur Fallberichte vor)
  • Postexpositionsprophylaxe (PEP) [s.u.]
  • Siehe auch unter "Weitere Therapie".

Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Unter einer Postexpositionsprophylaxe versteht man die Versorgung mit Medikamenten (bzw. Antiseren) zur Vermeidung einer Erkrankung bei Personen, die gegen eine bestimmte Krankheit nicht durch Impfung geschützt sind, dieser aber ausgesetzt waren.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Ungeimpfte ab dem Alter von 9 Monaten
  • in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen
  • Personen mit unklarem Impfstatus mit Kontakt zu einem Erkrankten
  • Menschen mit Immunsuppression (Immunschwäche), die häuslichen Masern-Kontakt hatten

Durchführung

  • Eine einmalige Impfung mit einem MMR-Impfstoff sollte möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition ("Aussetzung") erfolgen.
  • Die Gabe von Immunglobulinen (Antikörpern; Dosierung: 0,2-0,5 ml/kg KG i. m. oder 1,0–2,0 ml/kg KG i. v.) ist zu erwägen für gefährdete Personen mit hohem Komplikationsrisiko (z. B. Säuglinge unter 6 Monate, Immungeschwächte) sowie für Schwangere.
    Diese Maßnahme kann innerhalb von 2-3 Tagen nach Exposition die Infektion verhüten bzw. bis zu 6 Tage nach Exposition abgeschwächen.

Literatur

  1. Robert Koch Institut (RKI): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin. 22. August 2019 / Nr. 34

     
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