Venenerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. In Deutschland beträgt die Zahl aller an einer Venenerkrankung leidenden Personen mehr als 30 Millionen. Meist handelt es sich dabei um relativ leichte Beeinträchtigungen wie Varizen – auch als Varikosis oder Krampfadern bezeichnet – , die jedoch ein erhöhtes Risiko für weitere Venenerkrankungen darstellen.
Varizen stellen die häufigsten Erkrankungen der Beinvenen dar. Es handelt sich hierbei aufgeweitete, meist geschlängelt verlaufende oberflächliche Venen.
Man kann die Varikosis unterteilen in
- Primäre Varikosis – häufigste Form mit 70 %; Ursache ist meist eine genetisch bedingte Schwäche der Venenwand
- Sekundäre Varikosis – entsteht nach einer Thrombose (Verschluss) einer tiefen Beinvene, da dann der Blutrückfluss über die oberflächlichen Venen stattfindet und diese so aufgeweitet werden
Die primäre Varikosis kann wiederum in verschiedene Arten unterteilt werden
- Stammvarikosis – bei dieser Form sind die beiden Hauptvenen des oberflächlichen Systems (Vena saphena magna und Vena saphena parva) betroffen
- Seitenastvarikosis – hier sind Seitenäste durch Stauung des Blutes in den Hauptvenen betroffen
- Retikuläre Varikosis – es handelt sich hierbei um Phlebektasien (gleichmäßige diffuse Weitstellung der Venen ohne Schlängelung) im Unterhautfettgewebe
- Perforansvarikosis – die Verbindungsvenen zwischen tiefem und oberflächlichem Venensystem sind aufgeweitet
- Besenreiservarikosis – kleine rötlich-bläuliche Äderchen, die meist das erste Anzeichen einer Venenerkrankung darstellen













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