Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Anamnese
Blutungsneigung

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der erhöhten Blutungsneigung dar.

Familienanamnese

  • Wie ist der allgemeine Gesundheitszustand Ihrer Angehörigen?
  • Gibt es in Ihrer Familie Erkrankungen, die häufig vorkommen?
  • Gibt es in Ihrer Familie Erbkrankheiten?

Soziale Anamnese

  • Welchen Beruf üben Sie aus?

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Welche Symptome sind Ihnen aufgefallen?
  • Wie lange bestehen die Beschwerden schon?
  • Falls Sie Haut- und Schleimhautveränderungen haben.
    • Sind die Haut- bzw. Schleimhautveränderungen akut aufgetreten? Oder haben sie sich über einen längeren Zeitraum entwickelt?
    • Wo befinden sich die Haut- bzw. Schleimhautveränderungen? Sind sie lokalisiert oder treten sie am ganzen Körper auf?
    • Sind die Haut- bzw. Schleimhautveränderungen schmerzhaft?
  • Gibt es noch weitere Symptome? Akut aufgetretenes Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl?*
  • Gab es für die Symptomatik einen Auslöser?
  • Bekommen Sie leicht blaue Flecke? Auch ohne sich schwer gestoßen zu haben?
  • Leiden Sie unter häufigem Nasenbluten? Verstärkter und verlängerter Regelblutung?
  • Haben Sie Gelenk- oder Muskelschwellungen bemerkt?
  • Haben Sie bemerkt, dass Sie nach Verletzungen oder Operationen (z. B. nach Zahnentfernung) lange nachgeblutet haben?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen (Bluterkrankungen, immunologische Erkrankungen, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen (Nierenversagen, Urämie), Tumorerkrankungen Traumata/Verletzungen)
  • Operationen 
  • Strahlentherapie
  • Impfstatus
  • Allergien
  • Umweltanamnese

Medikamentenanamnese (Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht!)

  • Antibiotika – Cephalosporine (Cefriaxon, Ceftazidin, Cefuroxim) + Oral-Cephaosporine
  • Antikoagulantien* (Heparin, Tinzaparin, Enoxaparin, Fondaparinux, rt-PA)
  • Omega-3-Fettsäuren (> 3 g pro Tag)

Thrombozytenfunktionsstörungen (Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht!):

  • Antibiotika*
    • Acylaminopenicillin + ß-Laktamase-Inhibitor (Piperacillin + Tazobactam, Amoxicillin + Clavulansäure, Ampicillin + Sulbactam)
    • Aminopenicillin (Amoxicillin, Ampicillin)
    • Benzylpenicillin (Penicillin G)
    • Cephalosporine (Cefalexin, Cefazolin, Cefepim, Ceftazidim, Ceftriaxon, Ceftriazon, Cefuroxim-Axetil, Loracarbef)
    • Penicillin (Piperacillin + Tazobactam, Penicillin G, Penicillin V)
    • Staphylokokkenpenicilline (Flucloxacillin)

*Die gleichzeitige Einnahme von Antikoagulantien und Antibiotika führt zu einem erhöhten Blutungsrisiko!

Thrombozytopenie (Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht!):

  • Antiepileptika (Valproinsäure/Valproat)
  • Antiprotozoenmittel (Pentamidin)
  • Heparin + HIT II (Heparin-induzierte Thrombozytopenie) – Argatroban, Danaparoid, Lepirudin
    • Unfraktioniertes Heparin (UFH): Auftreten von HIT II in ca. 3 % der Fälle
    • Fraktioniertes Heparin (NMH): Auftreten von HIT II in ca. 0,2 % der Fälle
  • Phosphodiesterase-III-Hemmer (Enoximon, Milrinon)
  • Thrombozytenaggregationshemmer (TAH): Clopidogrel, Prasugrel, Ticlopidin
  • Virostatika
    • Antisense-Oligonukleotid (Fomivirsen)
    • Nukleosid-Analoga (Cidofovir, Ganciclovir, Valganciclovir)
    • Sonstiges (Foscarnet)
     
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