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Ursachen
Störungen der Sexualpräferenz

Die Sexualpräferenzen beruhen sowohl auf eine genetische Disposition wie auch auf epigenetische Prägungen (Umweltfaktoren, die für jeden individuell sind). Die Bedeutung der Umwelteinflüsse für die Entstehung der Homosexualität wird durch Zwillingsstudien bestätigt [1-5]. 

Letztere sind weitestgehend frühkindliche Prägungen im Alter von 0 bis 3 Jahren. 

Die Festlegung des genetischen bzw. chromosomalen Geschlechts (XX bzw. XO sowie XXX oder XY bzw. XXY sowie XYY) ist objektiv; dadurch bedingt dadurch kommt etwa ab der fünften Schwangerschaftswoche zu einer weiblichen oder männlichen Ausdifferenzierung der Gonaden/Keimdrüsen (Ovarien/Eierstöcke oder Testes/Hoden).

Die geschlechtliche Identität (Geschlechtsidentität) im Kern bildet sich sogar während der ersten eineinhalb Lebensjahre.

Ende des vierten Lebensjahres beginnt die Phase der eigentlichen Geschlechterdifferenzierung.

Die Geschlechtsidentität: „subjektive Gefühl eines Menschen, sich als Mann oder Frau/binär (oder dazwischen/non-binär) zu erleben“ wird wahrscheinlich primär präpubertär geprägt. Über die weitere Entwicklung der Geschlechtsidentität in der Adoleszenz ist wenig bekannt, wobei wahrscheinlich von einer großen gesellschaftlichen Komponente auszugehen ist.

Störungen im Stoffwechsel von Hormonen (Hypophysen-Gonaden-Achse) und Neurotransmittern (Dopamin, Serotonin) werden ebenfalls als mögliche Ursache betrachtet.

Literatur

  1. Buhrich N et al.: Sexual orientation, sexual identity, and sex-dimorphic behaviors in male twins. Behavior Genetics 1991 Jan;21(1):75-96.
  2. Hershberger SL: A twin registry study of male and female sexual orientation. Journal of Sex Research 1997;34, 212-222
  3. Bailey JM et al.: Genetic and Environmental influences on sexual orientation and its correlates in an Australian twin sample. J Pers Soc Psychol. 2000 Mar;78(3):524-36.
  4. Bearman PS, Bruckner H: Opposite-sex twins and adolescent same-sex attraction. American Journal of Sociology 2002;107, 1179-1205.
  5. Santtila P et al.: Potential for homosexual response is prevalent and genetic. Biol Psychol. 2008;77 (1), 102-105.
     
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