DaTSCAN™-Szintigraphie

Die DaTSCAN™-Szintigraphie (Synonyme: Dopamintransporter-Szintigraphie; Hirn-Szintigraphie) ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode zur Darstellung spezieller Neurotransmitter-Transporter im Gehirn.
Mit dieser bildgebenden Untersuchung kann überprüft werden, ob ein Morbus Parkinson oder diesem ähnliche Syndrome vorliegen.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Verdacht auf Morbus Parkinson*
  • Verdacht auf Multisystematrophie (MSA) – neurologische Erkrankung, die schnell vorschreitet
  • Verdacht auf Progressive supranukleäre Blicklähmung (PSP) – neurologische Erkrankung unklarer Ursache, die vor allem mit Demenz, Blicklähmung und Rigor einhergeht
  • Verdacht auf essentiellen Tremor (Zittern)

*Weil bei einem Morbus Parkinson die Dopamin-freisetzenden Nervenzellen zugrunde gehen, beim essentiellen Tremor aber nicht, kann man die beiden Krankheiten gut differenzieren: Ein normales Ergebnis im DaTSCAN™ kann ein Parkinsonsyndrom zu 97 % ausschließen!

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Relative Kontraindikationen

  • Laktationsphase (Stillphase) – das Stillen muss für 48 Stunden unterbrochen werden, um eine Gefährdung des Kindes zu verhindern.
  • Wiederholungsuntersuchung – innerhalb von drei Monaten sollte auf Grund der Strahlenbelastung keine Wiederholung einer Szintigraphie durchgeführt werden.

Absolute Kontraindikationen

  • Gravidität (Schwangerschaft)
  • Jodunverträglichkeit ("Jodallergie")

Das Verfahren

Bei der DaTSCAN™-Szintigraphie handelt es sich um eine Untersuchung der Dopamin-freisetzenden Nervenzellen, die bekannterweise für das Krankheitsbild des Morbus Parkinson von entscheidender Bedeutung sind. Dabei wird Jod-123-FP-CIT oder Jod-123-ß-CIT als radioaktiv-markiertes Pharmakon benutzt. Dieses wird intravenös (in die Vene) injiziert und verteilt sich dann im Körper, vor allem im Gehirn. 

Bei den Radiopharmaka handelt es sich um einen Stoff mit kurzer Halbwertszeit, sodass diese unbedenklich eingesetzt werden können.

Circa drei Stunden nach der Injektion werden SPECT-Aufnahmen (Schichtaufnahmen) mittels eines Kamerasystems durchgeführt. Hierfür muss der Patient eine Dreiviertelstunde ruhig liegen, während die Kamera langsam um seinen Kopf kreist. Insgesamt sollte der Patient mit fünf Stunden für die gesamte DaTSCAN™-Untersuchung rechnen.

Mögliche Komplikationen

  • Jodunverträglichkeit ("Jodallergie")
  • Bei der intravenösen Applikation des Radiopharmakons kann es zu lokalen Gefäß- und Nervenläsionen (Verletzungen) kommen.
  • Die Strahlenbelastung durch das verwendete Radionuklid ist eher als gering einzustufen. Trotzdem ist das theoretische Risiko eines strahleninduzierten Spätmalignoms (Leukämie oder Karzinom) erhöht, sodass eine Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen sollte.

     
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