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Ursachen
Hautalterung
Die Haut ist extrinsischen Alterungsfaktoren und intrinsischen Einflüssen der Alterung ausgesetzt.

Extrinsische Faktoren

Hauptursache der Hautalterung sind die Sonnenstrahlen!

Sonnenstrahlen oder entsprechende künstliche Strahlen (Solarien) – ultraviolettes Lichtbeschleunigen den Alterungsprozess der Haut – man spricht in diesem Zusammenhang von Photoalterung.

Sämtliche Hautabschnitte – Epidermis, Korium (Lederhaut) und subkutanes Fettgewebe – altern durch ultraviolettes Licht. Die UV-Strahlen setzen reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS) – siehe auch oxidativer Stress – frei. Dieses führt unter anderem zu DNA-Strangbrüchen. Des Weiteren entstehen so genannte toxische Photoprodukte, die sowohl zur Hautalterung wie auch zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko führen.

Ein weiterer Mechanismus, der für die Hautalterung bedeutend ist, ist die UV-Lichteinwirkung – extrinsischer Faktor –, diese löst Kollagenabbau durch Proteolyse aus. Verantwortlich dafür sind Matrixmetalloproteinasen (MMPs). Diese Alterungsprozesse werden durch endogene, das sind intrinsische Faktoren – beispielsweise
Rauchen –, verstärkt: Rauchen erhöht den oxidativen Stress und führt ebenfalls zur verstärkten Bildung und Aktivierung des Enzyms MMP-1. Die beim Kollagenabbau entstehenden Stoffwechselprodukte wirken entzündungsauslösend und somit im Sinne von Alterung. Beta-Carotin kann diesen Prozess protektiv hemmen.

Intrinsische Faktoren

Intrinsische Faktoren, die die Strahlenempfindlichkeit erhöhen
  • Leberschäden durch Alkoholmissbrauch
  • Corticoide lassen die Altershaut schneller altern. Die Hautstärke nimmt ab – die Haut wird pergamentartig.
Weitere intrinsische Faktoren der Hautalterung
  • Genetische Veranlagung
  • Rauchen führt zum Kollagenabbau, dieser ist messbar durch die Hydroxyprolin-Serumkonzentration.
  • Hormonelle Veränderungen im Alter – Menopause, Andropause und Somatopause

Epidermis

Alterung der Epidermis
Hier führt die Alterung zu Ausdifferenzierungsstörungen von Keratinozyten und führt so zur Parakeratose und Rauigkeit der Haut im Alter. Hautalterung geht dabei einher mit der Abnahme der Vitamin D-Synthese sowie der Vitamin D-Konzentration in der Haut.

Des Weiteren führt Alterung zur Abnahme der Melanozyten. Dieses sind mit Melanin beladene Zellen, die für die Hautfarbe verantwortlich sind. Die Stimulation der Melanozyten ist gleichermaßen abhängig von UV-Strahlung wie von Stress. Beides führt zur Ausschüttung des Hormons ACTH, welches das Melanozyten-stimulierende Hormon (MSH) stimuliert und so zur Pigmentbildung anregt. Altersflecken können somit sowohl durch exogene – UV-Licht – wie auch endogene Einflüsse
( Stress) ausgelöst werden.

Hautalterung bewirkt zudem die Abnahme der Langerhanszellen. Letztere sind Antigen-präsentierende Zellen der Haut. Sie haben in der Immunabwehr – beispielsweise gegenüber Bakterien und Viren – eine wichtige Funktion.

Einfluss der Hormone

Östrogene wirken auf die Epidermis anabol, das heißt stimulierend auf die Aktivität des Stratum germinativum. Die Wirkung der Östrogene entsteht über die Induktion von IGF-I in der Haut. IGF-I-Rezeptoren lassen sich im Stratum basalis und Stratum spinosum nachweisen. Des Weiteren stimulieren Östrogene die Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen.

Des Weiteren haben Östrogene (Östradiol) Einfluss auf die Größe und den Melaningehalt der Melanozyten, das heißt sie wirken stimulierend: Bekanntermaßen können Östrogene – beispielsweise in einem Kontrazeptivum (Anti-Babypille) vorhanden oder in der Schwangerschaft vermehrt gebildet – zur Hyperpigmentierung (Chloasma) im Gesicht führen.
Auch Gestagene können im geringen Maße dazu beitragen.

Östrogene haben einen antioxidativen Schutz für die Haut, indem sie Radikale einfangen.

Testosteron wirkt über einen Keratinozyten-growth-factor stimulierend auf die Keratinozyten und führt zu einer Erhöhung des Keratingehalts.

Vitamin D3 und
Thyroxin
haben gemeinsam Einfluss auf die Proliferation der Keratinozyten.

Die Langerhanszellen – Antigen-präsentierende Zellen der Haut – stehen unter dem Einfluss des Progesterons.

Dermis – Bindegewebe

Alterung des Bindegewebes: Abnahme der Dicke des Koriums (Lederhaut), sowie der Fibroblasten und Mastzellen. Besonders ausgeprägt ist die Abnahme der elastischen Fasern im Korium, die für die Faltenlosigkeit von Bedeutung sind. Die UVB-Strahlen bewirken, dass die elastischen Fasern verdünnt und zerstört werden – in Folge dessen kommt es zur Aufhebung der Vernetzung der Elastica und zur Zerstörung der kollagenen Matrix. Verantwortlich dafür sind Matrixmetalloproteinasen (MMPs). Diese Alterungsprozesse werden durch endogene, das sind intrinsische Faktoren, verstärkt.

Einfluss der Hormone

Matrixmetalloproteinasen (MMPs) werden gehemmt durch Progesteron und Testosteron.

Östrogene (Östradiol) stimulieren die Kollagensysthese und haben zudem einen positiven Effekt auf das Elastin.
Dabei kommt es nicht auf die Kollagensynthese (Neubildung) an, sondern auf die Balance zwischen Auf- und Abbau.

Achtung!
Eine erhöhte Östradioldosis führt zu einer vermehrte Aktivität der Kollagenasen!


Des Weiteren stimulieren Östrogene die Synthese der Hyaluronsäure, die ein wichtiger Bestandteil der Glykosaminglykane sind.

Die Glykosaminglykane werden in folgende Gruppen unterteilt

  • Hyaluronsäure
  • Chondroitinsulfat
  • Heparansulfat
  • Keratansulfat

Glykosaminglykane dienen der Stabilisation der Haut durch Einlagerung von Wasser. Sie sind somit ein Spiegelbild der Frische der Haut.

Talgdrüsen

Alterung der Talgdrüsen
Die Talgdrüsenfunktion ist abhängig von Sexualhormonen – Androgene und Östrogene. Ihre Funktionsfähigkeit sinkt im Alter im Vergleich zu jungen Menschen auf die Hälfte.

Einfluss der Hormone

Ursache der Alterung sind sowohl intrinsische Faktoren wie auch die nachlassende Sekretion von Sexualhormonen (Östrogene, Testosteron) wie auch der Wachstumshormone (STH, IGF-I).
     
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