Die positiven Auswirkungen von Sport betreffen alle Organsysteme:
Energieverbrauch
- Erhöhter Grundumsatz
- Erhöhung der maximalen Sauerstoffaufnahme
- Beschleunigter Stoffwechsel
- Hoher Muskelanteil im Vergleich zum Fettgewebe führt zur verbesserten körperlichen Leistungsfähigkeit
Herz und Blutgefäße
- Abnahme der Ruhepulsfrequenz – Vergrößerung des Herzmuskels (Ausdauertraining vergrößert den rechten und den linken Ventrikel (Herzkammer), Krafttraining dagegen führt nur zur Vergrößerung des linken Ventrikel) und des Durchmessers der Koronargefäße (Herzkranzgefäße) führt zu einer niedrigeren Herzfrequenz
- Bei den Ausdauersportlern nahm die diastolische Funktion zu, was zu einer Verbesserung des Herzzeitvolumens führt, bei bei den Kraftsportlern ging sie zurück, blieb allerdings im Normbereich (J Appl Physiol 104, 2008, 1121).
- Verbesserung der Durchblutung führt zur besseren Versorgung der Organe und Muskeln mit Sauerstoff und Vitalstoffen
- Senkung des Blutdrucks
- Reduzierung kardiovaskulärer Risiken – Anstieg von HDL-Cholesterin und Abnahme von LDL-Cholesterin
Geschlechtsorgane
- Verringerung des Risikos für das Mammakarzinom- (Brustkrebs) und das Prostatakarzinomsrisikos
- Erhalt beziehungsweise Verbesserung der Libido und Sexualität
- Verringerung des Risikos für das Colonkarzinoms (Darmkrebs)
- Vermeidung von Verdauungsstörungen – Anregung der Verdauungstätigkeit
- Verbesserung der Atemeffizienz durch
- Maximierung der Lungenkapazität (Anstieg der Vitalkapazität)
- Grundsätzlich langsamere Atemfrequenz
Muskeln
- Muskulaturaufbau (anaboler Effekt)
- Optimierung der intramuskulären Koordination
- Erhöhung des Energieumsatzes im Muskel sowie der Anzahl und Größe der Mitochondrien
- Anstieg des Myoglobingehalts in den Muskeln führt zur besseren Sauerstoffversorgung der Muskeln
- Bessere Energiegewinnung durch vermehrte Oxidation der Fettsäuren sowie Kohlenhydrate; die Fettverbrennung erreicht ihre höchsten Werte in Abhängigkeit vom Trainingszustand (durchschnittlich bei moderaten Intensitäten um 50-60 % der maximalen Sauerstoffaufnahme)
Hinweis!
Eine kohlenhydratreiche Ernährung hemmt die Fettoxidation, während eine kohlenhydratarme Kost diese unterstützt. Entsprechend führt eine Aufnahme von Kohlenhydraten Stunden vor der Belastung zu einem Insulinanstieg und somit zu einer um bis zu 35 % verringerten Fettverbrennung [2]. Dieser Effekt des Insulins auf die Fettverbrennung kann postprandial 6-8 Stunden anhalten.
- Verhinderung von Muskelabbau
Knochen und Gelenke
- Positive Wirkung auf die Knochendichte sowie -bildung – Vorbeugung von Osteoporose – körperliche Aktivitäten im Gesundheits-, Freizeit- und Leistungssport stellen eine wesentliche Voraussetzung für die Knochengesundheit dar. Vielseitige, kraftbetonte Belastungsformen haben knochenanabole Effekte. Insbesondere weisen Kraft- und Spielsportler aufgrund knochenwirksamer Hormone hohe Knochendichtewerte auf.
- Knochenschutz durch eine gut ausgebildete Muskulatur
- Schutz der Gelenke durch Stärkung der Sehnen und Bänder, welche mit den Muskeln verbunden sind
Gehirn – Psyche
- Erhöhte geistige Leistungsfähigkeit – Konzentrations- und Denkvorgänge fallen leichter und werden beschleunigt
- Dem Verlust des Scharfsinns und der Merkfähigkeit im Alter wird vorgebeugt aufgrund der besseren Gehirnversorgung mit sauerstoffreichem Blut
- Bessere Stressbewältigung
- Verbesserung beziehungsweise Verhinderung von depressiven Verstimmungen, Ängsten und Stress
- Steigerung des Selbstwertgefühls
- Vermeidung von Schlafstörungen
- Verringerung des Risikos für Apoplex (Schlaganfall)
- Verringerung des Risikos für Demenz – wegen erhöhtem zerebralen Blutfluss beziehungsweise geringerem Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen
- Stärkung des Immunsystems – Senkung der Anfälligkeit für Infektionen
- Vorbeugung von Krebs
Stoffwechsel
- Gewichtsreduktion
Hinweis!
Fettoxidation – Wenige längere sportliche Aktivitäten (mit mäßigem Ausdauertraining) verbrennen mehr Körperfett als mehrere kurze Übungen. Wird zudem eine Übungsstunde 15 Minuten unterbrochen, steigt die Fettoxidation (Fettverbrennung) [1]. - Senkung des Blutzuckerspiegels (Steigerung der Glukoseutilisation und Senkung der Insulinresistenz)
Laborparameter
- Stimulation der anabolen Steroidhormone – Testosteron und DHEA – und des STH-(Wachstumshormone) – infolge dessen, NK-Zellaktivierung (natürliche Killerzellen).
Anmerkung: NK-Zellen sind die wichtigste Säule der zellulären Immunabwehr – vor allem bei Virusinfektionen und Tumorerkrankungen. - Absenkung von CRP und Fibrinogen – der CRP Serumspiegel ist ein Indikator für die Atherosklerose – erhöhte CRP-Werte weisen auf ein erhöhtes Risiko für Myokardinfarkt (Herzinfarkt) und Apoplex (Schlaganfall)
- Anstieg von HDL-Cholesterin und Abnahme von LDL-Cholesterin
- Abnahme der Insulinresistenz beim Diabetes mellitus Typ II
/metabolischen Syndroms – somit bessere Verwertung der Glukose - Steigerung der Endorphine (Glückshormone) im Blut führt zu vermehrten euphorischen Zuständen und seelischer Entspanntheit
Um diese Ziele zu erreichen, ist es wichtig, die richtige Sportdisziplin auszuwählen sowie die dazu notwendige individuelle Trainingshäufigkeit und -dauer zu kennen. Dabei hilft Ihnen der Gesundheits-Check für Sportler:
Der Gesundheits-Check für den Freizeit-, Breiten- und Gesundheitssportler beinhaltet eine computergestützte Ermittlung der individuellen Gesundheitsrisiken, der Cofaktoren – mit verursachenden Faktoren – von vorhandenen Erkrankungen und des individuellen Vitalstoff*-Mehrbedarfs.
*Zu den Vitalstoffen gehören unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, lebensnotwendige Aminosäuren, lebensnotwendige Fettsäuren etc.
Regelmäßige sportliche Aktivitäten dienen Ihre Leistungsfähigkeit in jeder Lebensphase.
Literatur
- Goto K, Ishii N, Mizuno A, Takamatsu K.
Enhancement of fat metabolism by repeated bouts of merderate endurance exercise.
J Appl Physio. 2007 Jun;102(6):2158-64 - Achten J, Jeukendrup AE
The effect of pre-exercise carbohydrate feeding on the intensity that elicits maximal fat oxidation.
J Sport Sci 21 (2003) 1017-1024.












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