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Einleitung
Magersucht - Anorexia nervosa

Die Anorexia nervosa – auch Magersucht genannt – gehört zu den psychogenen Essstörungen.

Die Erkrankung betrifft meist Mädchen in der Pubertät und junge Frauen, die sich sehr stark mit ihrem Aussehen und ihrem Körper beschäftigen.

Das Verhältnis Frauen zu Männern beträgt 10:1. Die Prävalenz liegt bei Frauen bei 0,5 %. Die Mortalität (Sterblichkeit) liegt bei 5 % pro Jahrzehnt.

Die Prävalenz der Anorexia nervosa hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Außerdem sind immer jüngere Mädchen und zunehmend auch Jungen und Männer betroffen.

Das Risiko einer Chronifizierung der Erkrankung ist hoch. Nur bis zu 70 % der Patienten werden durch eine Therapie geheilt.

Die Anorexie wird nach verschiedenen Modellen klassifiziert:

Zum einen nach den Kriterien der American Psychiatric Association (APA), wobei von einer Anorexie ausgegangen wird, wenn des Gewicht des Betroffenen weniger als 85 % des Gewichts, welches bei gesunden Personen zu erwarten wäre, beträgt.

Nach der in Europa geltenden ICD-10-Klassifikation (International Classification of Diseases) wird ab einem BMI (Body-Mass-Index) von <17,5 kg/m² von einer Anorexie gesprochen.

Zu den weiteren Kriterien der Anorexia nervosa zählen

  • Selbst beigeführter Gewichtsverlust
  • Körperschemastörung
  • Endokrine Störungen (hormonelle Störungen)

Daneben gibt es noch verschiedene Untergruppen der Anorexie

  • Atypische Anorexia nervosa – dies bezeichnet eine Form der Anorexie, bei der nicht alle Kriterien der Erkrankung erfüllt sind
  • Restriktive Anorexia nervosa – dazu zählen Patienten, die durch Einschränkung der Nahrungszufuhr und exzessive sportliche Aktivität an Gewicht verlieren
  • Anorexia nervosa vom "binge eating/purging"-Subtyp – diese Form der Erkrankung ist durch Essattacken, aber auch durch selbst beigebrachtes Erbrechen und Laxantien (Abführmittel) Missbrauch gekennzeichnet
  • Kindliche Anorexia nervosa – bei dieser Form sind Kinder vor der Pubertät betroffen; es kommt hierbei zu einer Verzögerung der Entwicklung und des Wachstums

     
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