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Symptome - Beschwerden
Nahrungsmittelallergien - immunologische Reaktion
Die Symptome einer Allergie treten vorrangig an Grenzflächenorganen auf, die besonders mit immunkompetenten Zellsystemen B- und T-Lymphozyten ausgestattet sind. Dazu gehören der Magen-Darm-Trakt, die Haut und die Schleimhäute der Atemwege [4].Studien zur Folge zeigen sich die Symptome überwiegend an der Haut (43 % der Fälle), gefolgt von Atemwegen (23 %), Verdauungstrakt (21 %) und Kreislaufsystem (12,5 %) [2].


Haut

  • Allergisches Kontaktekzem beziehungsweise Kontaktdermatitis (Rötung und Schwellung der Haut, Juckreiz, Brennen, Entwicklung kleiner Bläschen, Schuppenbildung) [1]
  • Urtikaria (Nesselsucht) [1, 3]
  • Quincke-Ödem (Schwellung der Unterhaut) [3]
  • Neurodermitis beziehungsweise atopisches Ekzem / atopische Dermatitis [1]
  • Akne [6]

Atemwege

  • Asthma bronchiale [1, 3, 6]
  • Husten [3]
  • Kehlkopfschwellung, die Atemnot verursachen können [1, 3]
  • Niesen, Schnupfen [6]
  • Nasale Blutstauungen [6]
  • Allergische Rhinokonjunktivitis (symptomatische Überempfindlichkeitsreaktion der Nase, Entzündung der Nasenschleimhaut) [1, 3]
Magen-Darm-Trakt
  • Übelkeit [1, 3, 6]
  • Erbrechen [1, 6]
  • Diarrhöe [1, 3, 6]
  • Obstipation [3]
  • Bauchschmerzen, Blähungen [1, 3, 6]
Sonstige
  • Systematische Anaphylaxie (akute Allgemeinreaktion, oft auch schwerwiegend) [1]
  • Brennende oder juckende, wässrige Augen [6]
  • Orales Allergiesyndrom (Brennen im Mund, Schwellung der Zunge, Taubheit und Schwellung der Lippen) [1]
  • Angioödem (Schwellung der Schleimhäute) [1]
  • Zurückhaltung ausscheidender Körperflüssigkeiten, allgemeine Schwellungen [6]
  • Arthritis [35]
  • Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen, Migräne [3, 6]
  • Wiederholte Erkältungen, Stirnhöhlen- und Innenohrprobleme [6]
  • Fieber [3]
  • Schockartige Symptome [3]
  • Verhaltensauffälligkeiten [3]
  • Gewichtsverlust, Gedeihstörungen [3]
Der anaphylaktische Schock stellt die schwerste Form der allergischen Reaktion dar, welcher sogar zum Tode führen kann [5].

Der Schweregrad der klinischen Symptomatik ist von etlichen Faktoren abhängig

  • Sensibilisierungsgrad
  • Wirkungsgrad der Allergene
  • Frequenz der Allergenexposition
  • Verarbeitungsgrad des Lebensmittels
  • Summationseffekte bei mehrfacher Sensibilisierung und bei Gruppensensibilisierung
  • Individuelle Faktoren, wie Hormone, Psyche, Infekte und andere [4]

 

Literatur
  1. Bruijnezeel-Koomen C., Ortolani C., Aas K., Bindslev-Jensen C. et al
    Adverse reactions to food.
    Allergy 1995; 50: 623-635
  2. Hofer T., Wüthrich B.
    Nahrungsmittelallergien. 2: Häufigkeit der Organmanifestationen und der allergieauslösenden Nahrungsmittel.
    Schweiz Med Wschr 115, 1437-1442, 1985
  3. Niggemann B.
    Spezielle Allergieprobleme bei der Ernährung des Kindes.
    Ern Umschau 39, 58-60, 1992
  4. Thiel C.
    Lebensmittelallergien und -intoleranzreaktionen.
    Z Ern Wiss 30, 158 - 173, 1991
  5. Thiel C.
    Nahrungsmittelallergie und -intoleranz.
    Akt Ern Med 17, 150-152, 1992
  6. Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) e.V.
    Praxis der Diätetik und Ernährungsberatung. Kapitel 3, 374 - 381
    Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG
     
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