Permanent Make-up-Entfernung per Laser

Unter Permanent Make-up (Synonyme: Pigmentierung; Conture Make-up) versteht man spezielle kosmetische Tätowierungen im Gesicht, durch die permanent haltbare künstliche Lidstriche oder Lippenkonturen erzeugt werden. Dabei wird die Farbe nur in die oberen Hautschichten eingebracht.

Augenbrauen, Lidstriche und Lippenkonturen können mittels Permanent Make-up dauerhaft gezeichnet werden.

Das Permanent Make-up hält etwa drei bis fünf Jahre und verblasst dann langsam
.

Was können Sie tun, wenn Ihnen das Permanent Make-up nicht mehr gefällt?

Hier hilft die moderne Lasertherapie. 

Vor der Behandlung

Vor der Lasertherapie sollte ein intensives Anamnesegespräch durchgeführt werden, dass die Krankengeschichte und die Motivation zu dem Eingriff einschließt. Die Durchführung, eventuelle Nebenwirkungen und die Folgen der Operation sollten ausführlich erörtert werden.

Erfragt werden sollte auch, ob der Patient zu Pigmentstörungen neigt. 

Beachte: Die Anforderungen der Aufklärung sind strenger als üblich, da Gerichte im Bereich der ästhetischen Chirurgie eine „schonungslose“ Aufklärung fordern.

Des Weiteren sollten Sie vor dem Eingriff für die Dauer von sieben bis zehn Tagen weder Acetylsalicylsäure (ASS) noch Schlafmittel oder Alkohol zu sich nehmen. Sowohl Acetylsalicylsäure (Thrombozytenaggregationshemmung) als auch andere Analgetika verzögern die Blutgerinnung und können zu unerwünschten Blutungen führen. Raucher sollten ihren Nikotinkonsum bereits vier Wochen vor dem Eingriff stark einschränken, um die Wundheilung nicht zu gefährden.

Die Verfahren 

Je nach Farbe des Make-ups werden unterschiedliche Laser eingesetzt:

  • Dunkle Farben wie grün, schwarz oder schwarzblau lassen sich mittels Rubinlaser oder Alexandritlaser entfernen.
  • Schwarze Pigmente können auch mittels gütegeschaltetem Nd:Yag-Laser entfernt werden.
  • Rote Pigmente können mit dem frequenzverdoppelten Nd:Yag-Laser entfernt werden.

Die Farbpigmente werden durch das Laserlicht aufgesprengt und vom Körper abtransportiert und abgebaut.

Permanent Make-up kann so entfernt werden und das natürliche Aussehen wird wiederhergestellt.

Weitere Hinweise

  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass bei einer Rubinlaserbehandlung Spaltprodukte des kupferhaltigen Pigments Phthalocyanin-Blau entstehen, wie diese beim Tätowieren verwandt werden. Dabei entstehen unter anderem 1,2-Benzendicarbonitril, Benzonitril, Benzol sowie Blausäure. Diese in wässriger Suspension entstehenden Stoffe liegen in Konzentration vor, die hoch genug wären, in der Haut Zellschäden zu verursachen [1].

Literatur

  1. Schreiver I et al.: Formation of highly toxic hydrogen cyanide upon ruby laser irradiation of the tattoo pigment phthalocyanine blue. doi:10.1038/srep12915

     
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