Augenbrauenlift

Das Augenbrauenlift (Synonym: Augenbrauenlifting) ist ein kosmetischer, operativer Eingriff im Fachgebiet der ästhetischen Dermatologie und dient der Optimierung der Augenbrauen in Symmetrie, Form und Lage.

Dabei werden in der Regel mimische Falten in der Stirnregion nicht beeinflusst. Allerdings stehen aufgrund der engen Nachbarschaft die Ptosis der Augenbrauen (Erschlaffung der Augenbrauen) und die Stirnfalten in direkter Beziehung zueinander. Die verminderte elastische Hautspannung, die ständige Bewegung der mimischen Muskulatur und die Schwerkraft bedingen die horizontalen Stirnfalten, ein Absacken der Augenbrauen und einen erheblichen Überschuss an Haut im Bereich der Oberlider. Diese Schönheitsfehler können wirkungsvoll behoben werden. Dabei werden je nach Schwere der kosmetischen Indikation unterschiedliche Verfahren angewendet. Hierzu gehören Botoxinjektionen, physikalische Verfahren und operative Techniken bis hin zum Stirnlifting.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Asymmetrie der Augenbrauen
  • müden Blick durch überschüssige Haut im Oberlidbereich
  • Ptosis der Augenbrauen

Das Augenbrauenlifting sollte nicht bei Lagopthalmus (Erweiterung der Lidspalte durch Lähmung des Schließmuskels) eingesetzt werden.

Vor der Operation

Vor der Operation sollte ein intensives Anamnesegespräch durchgeführt werden, dass die Krankengeschichte und die Motivation zu dem Eingriff einschließt. Die Durchführung, eventuelle Nebenwirkungen und die Folgen der Operation sollten ausführlich erörtert werden.
Beachte: Die Anforderungen der Aufklärung sind strenger als üblich, da Gerichte im Bereich der ästhetischen Chirurgie eine „schonungslose“ Aufklärung fordern.

Des Weiteren sollten Sie vor der Operation für die Dauer von sieben bis zehn Tagen weder Acetylsalicylsäure (ASS) noch Schlafmittel oder Alkohol zu sich nehmen. Sowohl Acetylsalicylsäure als auch andere Schmerzmittel verzögern die Blutgerinnung und können zu unerwünschten Blutungen führen.
Raucher sollten ihren Nikotinkonsum bereits vier Wochen vor dem Eingriff stark einschränken, um die Wundheilung nicht zu gefährden.

Das Operationsverfahren

Für das Lifting der Augenbrauen wird meist das sogenannte direkte Augenbrauenlifting durchgeführt. Zunächst wird die Augenbraue vermessen und der Grad der Ptosis bzw. die gewünschte Korrekturhöhe vermessen und die Resektionslinien (Schnittlinien) markiert. Das Gewebe wird durch ein Lokalanästhetikum betäubt. Die überschüssige Haut wird nun durch eine spindelförmige Exzision oberhalb der Braue entfernt. Der Operateur beginnt an der oberen Schnittlinie und fährt an der unteren Linie parallel zur Augenbraue fort. Dabei wird das Skalpell schräg geführt, um den Haarverlust gering zu halten und die Adaption der Wundränder zu optimieren. Kleine Blutungen werden durch Elektrokoagulation verödet. Nach der Entfernung der überschüssigen Haut und des subkutanen Fettgewebes (Unterhautfettgewebe) werden die Wundränder durch eine subkutane und eine intrakutane Naht verschlossen (sowohl im Unterhautfettgewebe als auch innerhalb der Haut wird eine Naht gesetzt, die von außen unsichtbar ist).

Das Augenbrauenlifting wird, wie bereits erwähnt, vor allem bei Herabhängen der Augenbraue eingesetzt. Die unterschiedlichen Verfahren, die zur Verfügung stehen werden dem Schweregrad der Ptosis angepasst. Weitere Verfahren zur Korrektur erschlaffter Augenbrauen:

  • Laterales Augenbrauenlift durch Botoxinjektionen – Die Augenbraue wird seitliche angehoben indem Botox an bis zu drei Punkten subkutan (unter die Haut) im Abstand von fünf Millimetern in den oberen lateralen (seitlichen) M. orbicularis occuli pars orbitalis im Bereich des seitlichen Anteil der Braue injiziert wird. Das Nervengift lähmt die Muskulatur, das Resultat ist ein offener, freundlicherer Blick.
  • Nahtlift – Die Brauenregion wird durch einen elastischen Faden an derbes Gewebe wie z. B. am Periost (Gewebe, das Knochen umgibt) vernäht. Somit kann die Haut gestrafft und die Augenbraue angehoben bzw. in der gewünschten Position fixiert werden. 
  • Physikalisches Augenbrauenlifting – Bei dieser Methode werden Laserverfahren, Lichtverfahren und Radiofrequenzstrom eingesetzt.
  • Temporallifting (Schläfenlifting)
  • Stirnlifting

Nach der Operation

Ihre Haut kann sich zunächst sehr gespannt anfühlen, Blutergüsse und Schwellungen treten auf. Um die Schwellungen zu mildern, können in den ersten Tagen kalte Kompressen und kühlende Eisbeutel Linderung schaffen. Etwa zwei Wochen nach dem Eingriff werden die Fäden gezogen. Die Narben verblassen mit der Zeit. Erst nach einigen Monaten kann das endgültige Resultat beurteilt werden.

Ihr Nutzen

Das Augenbrauenlifting ist ein kosmetischer Eingriff, der ein effektives Ergebnis erzielt und Ihnen einen wachen, offenen Blick zurückgeben kann.

Literatur

  1. Hoffmann K, Altmeyer P: Ästhetische und plastische Operationen in der Dermatologie. W3L GmbH 2007  
  2. Krutmann J, Diepgen TL: Hautalterung: Grundlagen, Prävention, Therapie. Springer Verlag 2003

     
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