Bruststraffung (Mastopexie)

Die Bruststraffung (Mastopexie) ist ein Verfahren zum Anheben und Neuformen von Brüsten.

 Infolge des natürlichen Alterungsprozesses erschlafft die Brust. Dies ist unvermeidlich.

Das Bindegewebe nimmt an Elastizität ab und auch Fett- und Drüsengewebe bilden sich zurück. Infolgedessen liegt weniger Gewebe vor und es entsteht überschüssige Haut, die Brust hängt.

Oftmals hängt die Brust auch nach einer Schwangerschaft und Stillzeit oder nach starker Gewichtsabnahme.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • erschlaffte, hängende Brüste
  • Brustwarzen und Warzenhöfe, die nach unten zeigen, insbesondere wenn sie unterhalb der Umschlagfalte liegen

Dabei werden tief stehende Brustwarzen ebenfalls in eine höhere, jugendliche Position gebracht. Je nach Situation und gewünschtem Ergebnis kann die Bruststraffung mit Brustimplantaten oder einer Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik) kombiniert werden.

Vor der Operation

Vor der Operation sollte ein intensives Anamnesegespräch durchgeführt werden, dass die Krankengeschichte und die Motivation zu dem Eingriff einschließt. Die Durchführung, eventuelle Nebenwirkungen und die Folgen der Operation sollten ausführlich erörtert werden.
Beachte: Die Anforderungen der Aufklärung sind strenger als üblich, da Gerichte im Bereich der ästhetischen Chirurgie eine „schonungslose“ Aufklärung fordern.

Des Weiteren sollten Sie vor einer Bruststraffung für die Dauer von sieben bis zehn Tagen weder Acetylsalicylsäure (ASS) noch Schlafmittel oder Alkohol zu sich nehmen. Sowohl Acetylsalicylsäure als auch andere Schmerzmittel verzögern die Blutgerinnung und können zu unerwünschten Blutungen führen.
Raucher sollten ihren Nikotinkonsum bereits vier Wochen vor dem Eingriff stark einschränken, um die Wundheilung nicht zu gefährden.

Das Operationsverfahren

Die Bruststraffung wird unter Vollnarkose durchgeführt.

Anschließend werden Sie für etwa drei bis acht Tage in der Klinik bleiben.

Die Schnittführung ist abhängig vom gewünschten Ergebnis. Oft reicht schon die Entfernung eines einzelnen ringförmigen Hautstreifens. Die Narben liegen um den Warzenhof herum und sind somit fast unsichtbar. Reicht dies nicht aus, können Schnitte vom Warzenhof nach unten oder in der Brustfalte erfolgen.

Wird die Brust durch die Straffung sehr klein, können Brustimplantate eingesetzt werden, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.


Bei sehr großen Brüsten, die oft schon in jungen Jahren erschlaffen, reicht eine Straffung meist nicht aus, da es durch das Gewicht der Brüste bald wieder zum Hängen des Busens kommen würde.
Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte die Straffung einer großen Brust in Kombination mit einer Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik) erfolgen.

Bei allen Brustoperationen wird darauf geachtet, die empfindlichen Nerven und Gefäße der Brustwarze nicht zu beschädigen, um zu erreichen, dass sowohl die Sensibilität als auch die Stillfähigkeit erhalten bleiben.

Anschließend wird die Wunde vernäht und es werden sogenannte Drainagen gelegt, die den Abfluss von Blut und Gewebeflüssigkeiten ermöglichen.
Ein straffer Verband stützt die Brust nach der Operation.

Nach der Operation

Die Brustwarzen benötigen einige Monate, bis sie wieder normal empfindlich sind.
Ein vollständiges Ergebnis ist in der Regel nach etwa sechs Monaten erreicht.

Mögliche Komplikationen

  • Größere Blutungen während bzw. nach einer Operation, mit dem Risiko einer notwendigen Bluttransfusion bzw. einer Nachoperation (selten)
  • Größere Blutungen nach einer Operation
  • Wundheilungsstörungen im Operationsgebiet durch Infektionen, diese kann zu folgenden Komplikationen führen: Abszessbildung (umkapselte Eiteransammlungen), ggf. auch Durchblutungsstörungen mit der Folge von Nekrosen (Absterben von Gewebe) und/oder Einschmelzung von Fettgewebe
  • Brustasymmetrie durch einseitige Narbenbildungen
  • Narbenbildung ggf. Keloidbildung (wulstige Narben/Narbenwucherung mit Hautverfärbung)
  • Gefühlsstörungen im Bereich der Narben
  • Durch die Lagerung auf dem Operationstisch kann es zu Lagerungsschäden (z. B. Druckschäden an Weichteilen oder auch an Nerven, mit der Folge von Empfindungsstörungen kommen; in seltenen Fällen dadurch auch zu Lähmungen des betroffenen Gliedes).
  • Bei Überempfindlichkeit bzw. Allergien (z. B. Betäubungs-/Narkosemittel, Medikamente etc.) kann es vorübergehend zu folgenden Beschwerden kommen: Schwellung, Hautausschlag, Juckreiz, Niesen, tränende Augen, Schwindel oder Erbrechen.
  • Wie nach jedem operativen Eingriff kann es zu einer Thrombose kommen, mit der möglichen Folge einer Embolie und damit einer Lungenembolie. Eine Thromboseprophylaxe führt zu einer Risikoreduktion.

Ihr Nutzen

Ein straffer Busen ist Ausdruck von Jugend und Schönheit und trägt maßgeblich zu Wohlbefinden und Lebensfreude bei.


     
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