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Einleitung
Gastritis

Als Gastritis (Synonyme: Akute Gastritis; akute Gastroduodenitis; akute erosive Gastritis; akute hämorrhagische Gastritis; Alkoholgastritis; Alkoholtoxische Gastritis; allergische Gastritis; atrophische Gastritis; atrophische Gastroduodenitis; bakterielle Gastritis; chronische Antrumgastritis; chronische Fundusgastritis; chronische Gastritis; chronische erosive Gastritis; Duodenalkatarrh; Duodenitis; Einfache Gastritis; erosive Gastritis; Gastritis erosiva; Gastritis phlegmonosa; Gastroduodenitis; Gastroösophagitis; granulomatöse Gastritis; Hypersekretive Gastritis; Hypertrophische Gastritis; hämorrhagische Gastritis; Korpusgastritis; Magenschleimhauthypertrophie; Oberflächengastritis; Refluxgastritis; Reizgastritis; rezidivierende Gastritis; spastische Gastritis; Stumpfgastritis; ICD-10: K29.- – Gastritis und Duodenitis) wird eine Entzündung der Magenschleimhaut bezeichnet, die sowohl akut als auch chronisch auftreten kann.

Die akute Gastritis tritt immer plötzlich auf und kann ggf. auch mit Blutungen der Schleimhaut einher gehen. Während es bei einer akuten Gastritis häufig zu einer Steigerung der Magensaftsekretion kommt, ist diese bei der chronischen Gastritis vermindert.
Die akute Gastritis heilt meist spontan ab, bei der chronischen Gastritis kann sich jedoch eine sogenannte Schleimhautatrophie – Abnahme der Magenschleimhaut – mit verminderter Säureproduktion des Magens ergeben. Im langjährigen Verlauf kann es sogar zur Entwicklung eines Magenkarzinoms (Magenkrebses) kommen.

Man unterscheidet folgende Formen der chronischen Gastritis nach dem ABC-Schema:
 

  Typ A Typ B Typ C
Ursache Autoimmunerkrankung mit Antikörpern gegen Parietalzellen (APCA) oder Belegzellen und Intrinsic-Factor Infektion durch Helicobacter pylori, sehr selten Cytomegalie-Virus oder enteroinvasive Bakterien Medikamentenicht steroidale Antirheumatika wie z. B. ASS, Gallerückfluss nach subtotaler Magenentfernung
Häufigkeit 5 % 85 % 10 %
Verlauf Da der Intrinsic-Factor essentiell für die Vitamin-B12-Aufnahme ist, kann sich eine perniziöse AnämieBlutarmut – sowie Polyneuropathie und Depression entwickeln. Es findet sich eine komplette Schleimhautatrophie des Magens Es kann sich ein Ulcus ventriculi – Magengeschwür – oder ein Ulcus duodeni – Zwölffingerdarmgeschwür entwickeln. Das Risiko an einem MALT-Lymphom oder einem Magenkarzinom (Magenkrebs) zu erkranken, ist erhöht Diese Form ist akut – plötzlich – einsetzend und heilt nach Elimination der auslösenden Ursache ab

 

Neben diesen drei Hauptformen gibt es verschiedene Sonderformen der Gastritis:

  • Phlegmonöse oder abszedierende Gastritis – z. B. nach Streptokokkeninfekt
  • Hämorrhagisch-erosive Gastritis
  • Riesenfaltengastritis
  • Virale Gastritis – z. B. durch Cytomegalie-Viren, Varizellen
  • Allergische Gastritis – enthält eosinophile Granulozyteninfiltrate, z. B. aufgrund einer Nahrungsmittelallergie
  • Spezifische Gastritis – im Rahmen von Tuberkulose, Syphilis, Morbus Crohn, Sarkoidose, Wegener Granulomatose, Gluten-sensitiver Enteropathie, chemischen Reizungen, Strahlenschäden

     
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